Aussaattage

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Heute:

Datum:
19.Mai 2012
Sonne:
Aufgang: 05:51 Uhr
Untergang: 21:03 Uhr
Mond:
abnehmende Sichel
Illumination: 69.3%
Vollmond in: 24.01 Tage
Neumond in: 9.2 Tage
Sternzeichen:
Stier (21.4 - 20.5)
Tag des Jahres: 139
Woche: 20
Schaltjahr: Ja
Der Kosmos ist ein Organismus, der sich aus allen Lebensprozessen die uns umgeben aufbaut. Der Kosmos baut sich aus der Erde und dem Universum auf. Eine materialistische Betrachtungsweise, die Welt als die Summe von unabhängig voneinander wirkenden Prozessen auffasst, ist nicht fähig zum eigentlichen Wesen der Natur, vorzudringen. Einer ganzheitlichen Naturbetrachtung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass alle natürliche und kosmische Prozesse voneinander abhängig sind. Alle Lebensprozesse beeinflussen sich gegenseitig und sind ineinander verwoben.
Die gegenseitige Beeinflussung von Natur und Kosmos wird an Hand der grossen Lebenszusammenhängen sichtbar. Ein Beispiel ist, dass sich die Gezeiten nach dem Mondstand richten.
Die Festlegung der Aussaattage fusst auf der Erkenntnis, dass die Vorgänge im Kosmos einen Einfluss auf die Natur und auf alle Lebewesen in ihr haben. Die kosmischen Prozesse, haben nicht immer eine offensichtliche Wirkung auf die Natur. Ausser bei grossen Ereignissen wie die Gezeiten, Flutwellen etc. geschehen die Naturprozesse ausserhalb der menschlichen Wahrnehmung.
Das Wachstum der Pflanzen entzieht sich der unmittelbaren Wahrnehmung. Erst im Nachhinein wird sichtbar, dass die Pflanze gewachsen ist, das Wachstum ansich, ist aber unsichtbar. Die materialistische Naturwissenschaft untersucht das Gewordene, dasjenige, was schon gewachsen ist. Anhand der Stoffe, die sich während des Wachstums gebildet haben, versucht die materialistische Wissenschaft Aussagen über das Wachstum zu machen.
Das Dilemma des Materialismus ist, dass er das Leben nicht erklären kann. Leben ist Prozess, ist steter Wandel. Eine Wissenschaft, die per Definition nur das Materielle, dass Tote untersucht, kann keine Aussage über das Leben machen, weil ihr dazu die Mittel fehlen. So sicher, wie der Mensch eine Seele hat, so sicher ist, dass die Seele immateriell ist. Die Wirkung der Seele (Aggression, Liebe, Abneigung, Zuneigung etc.) sind sehr wohl sichtbar, aber die seelischen Prozesse, die zu diesen Regungen geführt haben, sind rein materiell nicht zu erfassen. So ist es auch mit dem Leben der Pflanzen, das Gewachsene, das schon aus dem Leben ins Tote gefallen ist, ist diagnostizierbar, aber der Prozess des Werdens ist materiell nicht fassbar.
Zwar werden, um empirisch untermauerte Erkenntnisse zu gewinnen, Prozesse, Gefühle, etc. künstlich erzeugt und die Stoffe, die dabei entstehen untersucht. Die Frage ob nun die Stoffe die beim einem Prozess entstehen die Auslöser oder nur die Abfallprodukte des Prozesses sind, bleibt letztlich unbeantwortet. Eine Antwort ist zwangsläufig eine Interpretation, die etwas beweisen oder widerlegen kann.
Die nachträgliche Untersuchung des Gewordenen kann keine Antwort auf das Werden selber geben. Ob beim Wachstum selber andere Stoffe und Prozesse am Werk waren, als diejenige die erst nachträglich fassbar sind, lässt sich mit empirischen Mitteln nicht beweisen.
Die Festlegung der Aussaattage steht vor dem Dilemma, dass sie versucht mit Mitteln die der materialistischen Wissenschaft entlehnt sind, objektive Aussagen über das Leben zu machen. Die Aussaattage werden letztlich, aus einer Mischung von empirischen Daten und Erfahrungen festgelegt. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass es nicht objektiv nachvollziehbar ist. Schon allein die Festlegung der Parameter lässt sich nicht schlüssig nachvollziehen.
So steht der/die Gärtner/in, mit einem Kalender, da, der vorschreibt was wann und wie zu geschehen hat. Die Ungenauigkeit, die den empfohlenen Aussaattagen innewohnt, lässt es einzig zu, dass die Aussaattage als ein Fingerzeig verstanden werden können. Wer nach der Art eines Rezeptes mit den Aussaattagen Gartenbau betreiben will, der wird unweigerlich enttäuscht.
Werden die Aussaattage hingegeben als Ausgangspunkt für eigene Forschungen benutzt, tut sich ein weites Feld an Möglichkeiten auf. Dadurch, dass die Aussaattage in rhythmischer Abfolge den Monat durchlaufen, geben sie einen Rhythmus vor, nach dem die Arbeit organisiert werden kann. Schon allein der strukturierende Moment der Aussaattage, reicht, um sie als Arbeitsmittel zu verwenden. Aussagen wie ?das ist ein Fruchttag?, bleiben schlussendlich eine subjektive Interpretation, die einen Fingerzeig auf mögliche Prozesse gibt.
Trotz aller Mängel, ist die Arbeit mit den Aussaattagen empfehlenswert. Wer über längere Zeit mit ihnen arbeitet, findet einen Zugang zum Gartenbau, der sich nicht einfach so erschliesst.weiter »